Japanische Gärten existieren seit rund 1200 Jahren, und sie sind von den Hügeln, Seen und Inseln Japans inspiriert. Im Unterschied zu den chinesischen Anlagen werden sie üppiger mit sorgsam beschnittenen Zwergbäumen und Sträuchern bepflanzt, enthalten symbolisch angeordnete formvollendete Steine, geharkten Kies oder Sand als Einfassung erhabener “Inseln” und Steinlaternen. Im Laufe der Zeit haben sich drei Typen herausgebildet.
Der erste ist eine ebene, geharkte Sand- oder Kiesfläche mit einem aufragenden oder liegenden Stein und einem Bambus; der zweite besteht aus trockenen Wasserläufen mit Hügeln und Steinen darin und ähnelt eher einer chinesischen Komposition; der dritte ist der so genannte Teegarten, der eine komplette Hügellandschaft mit Wasserfall, Nadelgehölzen und anderen Bäumen, Felsen und einen See umfasst.
Bauwerke wie Teehäuser, Pavillons oder Tempel sind ein wesentliches Merkmal sowohl von chinesischen als auch japanischen Gärten. Es ist zwar schwierig, einen orientalischen Garten genau zu reproduzieren, aber einige seiner Grundprinzipien, wie zum Beispiel Ausgewogenheit, Klarheit, Sinnbildlichkeit und Ruhe, lassen sich wirkungsvoll auch auf den modernen Garten anwenden. Der fantasievolle Einsatz von schön geformten Steinen und bewegtem Wasser kann zur Gestaltung auch der kleinsten Anlage und zu einem geradezu bildhauerischen Umgang mit der Landschaft inspirieren. Stille Gewässer, gewundene Pfade, der sparsame Umgang mit Farbe sowie die halb verdeckten Ausblicke auf einzelne Elemente des Gartens sind äußerst typisch für die Atmosphäre und den Stil vieler fernöstlicher Anlagen.
Auch ist es überlegenswert, in einem japanischen Garten an einen Sonnenschirm oder Holzschirm zu denken. Mit diesen Accessoires können Sie Ihrem Garten erst recht eine asiatische Note verleihen. Da im Sommer auch in unseren Breitengraden die Sonne immer stechender wird, ist ein Sonnenschirm nur empfehlenswert. Denn so sitzt man schattiger und wird nicht geblendet. Ein schöner farbiger Sonnenschirm ist das I-Tüpfelchen in Ihrem japanischen Garten und sorgt für einen bunten Farbklecks inmitten der Blütenpracht. Eventuell legen Sie streng nach Farben gruppierte Bepflanzungen an – ein ganz besonderer Reiz im Garten.