Ikebanainspiration aus dem Alpenvorland

Zweifellos sind die Japaner wahre Meister im Blumenbinden. Doch auch andere Völker haben lange Traditionen in dieser Kunst. So gibt es auch in Deutschland viele typische Arrangements aus Pflanzen. Das bekannteste ist wohl der Zwiebelzopf oder auch der Maibaum, ebenso schöne Frühlingskränze als Schmuck für die Haare oder Eingangstüren.
Selbst der Adventskranz ist eine Art des Ikebana, wird doch hier nur das verwendet, was im Winter wächst oder zu finden ist.

Die Aufzählung könnte noch lange so weitergehen, doch ich möchte hier von einer besonderen Inspiration für meine Kunst berichten, die ich bei einem Urlaub in den Alpen bei meinen Freunden in Bad Hindelang Ferienwohnungen erlebte. Im Frühsommer blühen hier die Wiesen in den herrlichsten Farben und auch in den felsigen und rauen Bergen blühen die herrlichsten Blumen, die man in keinem Blumenladen finden kann. Zum ersten Male in meinem Leben sollte ich ein Edelweiß sehen oder Alpenveilchen in ihrer ursprünglichen Heimat.  Auch einen blauen Enzian, die orangeleuchtende Feuerlilie und einen rotbraunen Frauenschuh bekam ich zu Gesicht. Alle diese Pflanzen wären ideal für ein Alpen-Ikebana, doch leider stehen sie allesamt unter Naturschutz und dürfen selbst zum Zwecke der kunstvollen Verarbeitung oder bei sofortigen EC-Cash-Bezahlung nicht gepflückt werden.

Es war mir jedoch gestattet, einige dieser Pflanzen, z. B. den Alpen-Hauswurst, eine Alpenrose und ein wenig Arnika samt Wurzeln auszugraben und mitzunehmen, um sie in meinem Kräutergarten anzusiedeln. Ich hoffe, dass sie dort ebenso schön gedeihen wie in den Alpen.

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